In Berlin hat ein autonomer Kleinbus erstmals unter realen Bedingungen eine TÜV-Prüfungsfahrt absolviert; Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) sprach daraufhin von einem „Gamechanger“ und einer kurzfristigen Perspektive für den Einsatz fahrerloser Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr.
Der Kleinbus mit dem Namen Edgar, ein Forschungsfahrzeug der Technischen Universität München (TU München), fuhr nach Angaben des TÜV-Verbands dreimal eine rund fünf Kilometer lange Strecke vom Bundesverkehrsministerium zum Kulturzentrum Radialsystem im Bezirk Friedrichshain ab. Dabei musste kein Mensch am Steuer eingreifen. Die Prüfungsfahrt sei die Voraussetzung, um eine sogenannte Betriebsbereichsgenehmigung zu erhalten – also die Erlaubnis, in einem klar definierten Einsatzgebiet fahrerlos unterwegs zu sein.
Forschungsfahrzeug Edgar absolviert Prüfungsfahrt
Berlins Senatorin für Verkehr, Ute Bonde, bezeichnete das autonome Fahren daraufhin als „Gamechanger“ für die Hauptstadt. „Und ich glaube, wir sprechen jetzt nicht von einer langfristigen Perspektive, sondern von einer kurzfristigen Perspektive“, sagte die CDU-Politikerin. Autonome Fahrzeuge ohne Fahrerin oder Fahrer am Steuer müssten in Berlin so schnell wie möglich eingesetzt werden. Angesichts des demografischen Wandels und drohenden Personalmangels sei die Technologie entscheidend für die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs in Deutschland. Sie könne den ÖPNV geradezu „revolutionieren“.
