Forscher der TU Graz haben ein faltbares Solarmodul-System vorgestellt, das seine Module zur Sonne nachführt und bei Sturm, Hagel oder Schneelast automatisch zusammenklappt.
Das System wurde am Institut für Elektrische Messtechnik und Sensorik der TU Graz unter der Leitung von Armin Buchroither und seinem Team entwickelt. Eine Demonstrationsanlage mit einer Leistung von 1,8 kWp steht seit einigen Monaten auf einem Bürogebäude am Campus Inffeldgasse der TU Graz. Sie produziert Strom und sammelt Vergleichsdaten.
Technologie kombiniert Nachführung und Sturmschutz
Das Besondere an der Konstruktion ist die Kombination aus Nachführung und Schutzfunktion. Das System richtet die PV-Module, die Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln, kontinuierlich sowohl horizontal als auch vertikal optimal zum Sonnenstand aus. Damit wird laut Mitteilung der TU Graz deutlich höhere Energieausbeuten erreicht.
Bei drohendem Unwetter können sich die Module zudem automatisch zusammenfalten. So können sich die Module vor den Folgen von Sturm, Hagel, Schneelast und Staub schützen. Gerade in Regionen mit extremen Wetterereignissen soll die Technologie verhindern, dass Photovoltaikanlagen beschädigt oder zerstört werden.
Durch die vertikale und horizontale Ausrichtung werden die Module in einem optimalen Winkel zur Sonne gehalten. Im Vergleich zu starren, fest montierten Anlagen lässt sich so über den Tag hinweg deutlich mehr Sonnenlicht einfangen. Die ständige Nachführung erhöht damit die Stromproduktion der Anlage.
