Anhaltende Trockenheit in Österreich bremst die Stromerzeugung aus Wasserkraft deutlich: Die Erträge liegen aktuell 25 bis 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, wie Branchenvertreter und der größte Betreiber Verbund bestätigen.

Die Lage hat sich in den vergangenen Wochen spürbar verschärft. Wie Paul Ablinger gegenüber der APA erklärte, verzeichnen manche Kraftwerke Abweichungen von 25 bis 30 Prozent vom langjährigen Durchschnitt, während andere auf eine Jahresproduktion von unter 50 Prozent des langjährigen Schnitts zusteuern. "Ich gehe davon aus, dass wir noch einmal um fünf bis zehn Prozent hinter den letztjährigen Erzeugungszahlen zurück sind", sagte Ablinger.

Besonders betroffen sind die großen Flusskraftwerke an Donau, Inn, Drau und Enns. Doch nicht nur die Großanlagen leiden: Auch die über 4.000 Kleinwasserkraftwerke in Österreich verzeichnen teils deutliche Einbußen, weil die zuletzt fehlenden Niederschläge die Pegel sinken lassen.