Berlin, 07 August 2026
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei hat im ARD-"Interview der Woche" seinem Unmut über den Widerstand mehrerer CDU-Ministerpräsidenten gegen das geplante Rentenpaket Ausdruck verliehen und mehr Geschlossenheit in der Koalition verlangt.
Frei sagte in dem am Sonntag ausgestrahlten Interview, er sei „nicht glücklich" darüber, dass die CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen die im Koalitionsvertrag vereinbarte Abschaffung des abschlagsfreien Vorruhestands nach 45 Beitragsjahren in Frage stellten. „Nicht glücklich" wörtlich. Damit machte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Konflikt innerhalb der Union zur wohl prominentesten Rentendebatte der Woche.
Hintergrund des Rentenstreits
Hintergrund des Streits ist das Rentenpaket, das die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD gegen den Widerstand von Sozial- und Wirtschaftsverbänden durchsetzen will. Kern ist die Beseitigung der Abschläge für jene Versicherten, die nach 45 Beitragsjahren vorzeitig in den Ruhestand gehen möchten. Kritiker aus den östlichen Bundesländern fürchten steigende Kosten für die Rentenkasse und eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts, sollten nicht zugleich die Hürden für eine abschlagsfreie Rente mit 63 bestehen bleiben.
