Berlin, 03 August 2026
Sechs der 16 deutschen Ministerpräsidenten wollen an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren festhalten und stemmen sich damit gegen Bestrebungen, die auch als "Rente mit 63" bekannte Regelung zu beschneiden.
Was bedeutet die Rente mit 63?
Die Debatte um die Zukunft der gesetzlichen Rente gewinnt damit vor den anstehenden Beratungen im Bundestag an Schärfe. Die sogenannte Rente mit 63 war 2014 unter der damaligen Bundesregierung eingeführt worden und ermöglicht langjährig Versicherten den abschlagsfreien früheren Renteneintritt nach 45 Beitragsjahren. Sechs Länderchefs sprechen sich nun dafür aus, diese Möglichkeit uneingeschränkt zu erhalten.
Die Front bilden nach Informationen aus der Länderrunde die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen sowie die Regierungschefinnen des Saarlands und Mecklenburg-Vorpommern. Genannt werden in diesem Zusammenhang vor allem SPD-geführte Länder, in denen viele Beschäftigte nach langer Erwerbstätigkeit auf den vorzeitigen Ruhestand ohne Abschläge angewiesen sind. Auch die CDU-geführten Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen signalisieren frühere Angaben zufolge Gesprächsbereitschaft.
