Halle (Saale), 20 Juli 2026
Eine Studie des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) und der Universität Rostock warnt, dass die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) Ostdeutschland stärker treffen könnte als viele andere europäische Regionen.
Die Europäische Kommission will die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für die Förderperiode von 2028 bis 2034 reformieren. Vorgesehen ist unter anderem, flächenbezogene Direktzahlungen für größere Betriebe zu kürzen und stärker zugunsten kleinerer Höfe umzuverteilen. Eine Studie des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) und der Universität Rostock sieht darin eine besondere Belastung für Ostdeutschland, wo große Agrarstrukturen vorherrschen.
Großbetriebe prägen die ostdeutsche Agrarstruktur
Anders als in vielen westdeutschen Regionen prägen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen häufig große Landwirtschaftsbetriebe das Bild. Grund seien vor allem die in Ostdeutschland verbreiteten großen Agrarbetriebe, die nach den Plänen der EU-Kommission mit geringeren Direktzahlungen rechnen müssten. Damit würde die Reform genau dort am stärksten eingreifen, wo die durchschnittliche Betriebsgröße ohnehin über dem europäischen Mittel liegt.
