Eine im Fachjournal "Nature" veröffentlichte Studie unter Leitung des Paul Scherrer Instituts (PSI) belegt, dass die Feinstaubbelastung durch Saharastaub über weiten Teilen Europas in den vergangenen Jahren gestiegen ist und vor allem Südeuropa stark betrifft.

Forschungsansatz und Ursachen

Die Feinstaubkonzentration aus der Sahara hat über weiten Teilen Europas in den vergangenen Jahren zugenommen. Wie das internationale Forschungsteam im Fachjournal "Nature" schreibt, ist "Betroffen von der Entwicklung ist einer Studie zufolge vor allem Südeuropa". Dort ist die durchschnittliche Wüstenstaubkonzentration mit 5,3 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft mehr als doppelt so hoch wie in Mittel- und Nordeuropa.

Das Forschungsteam wertete Messdaten aus ganz Europa aus und suchte gezielt nach chemischen "Fingerabdrücken" von Wüstenstaub, um diesen von anderen Feinstaubquellen wie Autoabgasen zu unterscheiden. Als Ursache "vermutet ein internationales Forschungsteam im Fachjournal 'Nature' die Ausbreitung von Wüsten vor allem in Nordafrika sowie veränderte Luftströmungen". Diese veränderten Windmuster führen demnach nicht zu häufigeren, sondern zu intensiveren Staubereignissen.