Wien, 10 August 2026

Die schwarz-grüne Bundesregierung plant, die staatliche Verwaltungsapp ID Austria um einen KI-gestützten persönlichen Assistenten zu erweitern, der Bürgerinnen und Bürger bei digitalen Amtsgängen unterstützen soll.

Der Ausbau der App ID Austria ist in der politischen Debatte umstritten. Befürworter sehen darin einen wichtigen Schritt zu einer bürgernahen und effizienten Verwaltung. Kritiker warnen hingegen vor einem Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung und vor neuen Abhängigkeiten von großen Technologiekonzernen. Die Diskussion bewegt sich damit an der Schnittstelle von Digitalisierung, Bürokratieabbau und Datenschutz.

Laut Alexander Pröll ist das Ziel, dass künftig alle Nutzerinnen und Nutzer von ID Austria optional einen persönlichen „Public AI Agent“ in Anspruch nehmen können. Dieser soll sie durch digitale Verwaltungsdienstleistungen führen. Die Funktion soll demnach freiwillig bleiben und nicht zur Voraussetzung für Amtswege werden. Damit reagiert die Regierung auf die Komplexität vieler Online-Formulare, an denen viele Menschen bisher scheitern.