Österreichs Verwaltung hat mit GovGPT eine eigene KI-Anwendung erhalten, die bis Jahresende rund 250.000 öffentliche Bedienstete bei ihrer Arbeit unterstützen soll, wie Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll am Montag bei einem Pressegespräch bekannt gab.

Was GovGPT leisten soll

GovGPT ist Teil der im März vorgestellten Initiative "Public AI" und nach Angaben des Staatssekretärs auf die Bundesverwaltung zugeschnitten. Pröll sagte, man habe etwas gebaut, das "wirklich dem Anspruch eines modernen digitalen Staates gerecht wird". Das Tool läuft über Server des Bundesrechenzentrums und wird als "vertrauenswürdiges, souveränes" Werkzeug beschrieben.

Zunächst soll GovGPT in den kommenden Tagen im Bundeskanzleramt implementiert werden. Danach sollen bis Jahresende schrittweise andere Teile der Verwaltung folgen, wie es bei der Präsentation hieß. Bis dahin sollen rund 250.000 öffentliche Bedienstete damit bei ihrer Aufgabenerfüllung unterstützt werden.

Konkret werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staates damit beim Verfassen von Texten, Zusammenfassen von Dokumenten und Anlegen von Wissenssammlungen unterstützt. Pröll erklärte, Ziel sei es, die Verwaltung angesichts neuer Herausforderungen und einer anstehenden Pensionierungswelle zu entlasten.

Hintergrund: Pensionierungswelle und Budgetkonsolidierung