Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Dienstag zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den Niederlanden eingetroffen und hat bei einem Staatsbankett in Amsterdam zu europäischer Einigkeit angesichts des Ukraine-Kriegs und einer wachsenden Entfremdung von den USA aufgerufen.

Empfang in Amsterdam und erste Programmpunkte

Am Dienstagabend traf Steinmeier in der niederländischen Hauptstadt ein, wo er am Royal Palace von König Willem-Alexander und Königin Máxima empfangen wurde. Im Anschluss nahm er gemeinsam mit Ministerpräsident Rob Jetten an einer Kranzniederlegung teil. Der Staatsbesuch ist auf drei Tage angelegt und umfasst nach Angaben aus dem Programm unter anderem einen Aufenthalt in der Hafenstadt Rotterdam.

Beim Staatsbankett am Abend hielt Steinmeier eine viel beachtete Rede, in der er die gegenwärtige Lage in Europa als historischen Wendepunkt beschrieb. Wörtlich sagte er: „Angesichts des Ukraine-Kriegs und einer Entfremdung von den USA müsse Europa ‚jetzt erst recht zusammenstehen‘, sagte Steinmeier am Dienstagabend." Damit verband der Bundespräsident die Aufforderung an die europäischen Staaten, in der Außen- und Sicherheitspolitik enger zu kooperieren.