Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Freitag seine Amtsgeschäfte vom sanierungsbedürftigen Schloss Bellevue in einen modularen Ausweichsitz am Spreebogen in Berlin-Moabit verlegt.

Umzug mit protokollarischen Signalen

Am Morgen wurde um 9.30 Uhr die Standarte des Bundespräsidenten an Schloss Bellevue eingeholt. Anschließend wurde die goldfarbene, quadratische Flagge mit rotem Rand und Bundesadler um 10.30 Uhr auf dem Dach des neuen Gebäudes neu gesetzt. Damit ist der Umzug des Staatsoberhaupts und der rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundespräsidialamts abgeschlossen. Das sichtbare Zeichen des Wechsels war das Einholen der Präsidentenstandarte an der alten Wirkungsstätte.

Der offizielle Name der neuen Bleibe lautet „Amtssitz am Spreebogen“. Es handelt sich um einen modernen Modulbau an einer Straßenkreuzung in Moabit, der 205 Millionen Euro gekostet hat. Die jährliche Miete beläuft sich auf 16 Millionen Euro. Das Gebäude soll für acht Jahre als vorübergehender Amtssitz dienen.