Im ersten Halbjahr 2026 ist die Zahl der eröffneten Unternehmensinsolvenzen in der Steiermark um 12,79 Prozent auf 291 Verfahren gestiegen, während sie in Österreich insgesamt um 7,69 Prozent zurückging, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) berichtet.

Damit entwickelt sich das Bundesland gegen den gesamtösterreichischen Trend: Bundesweit sank die Zahl der eröffneten Firmenpleiten um 7,69 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In der Steiermark bedeutet der Anstieg auf 291 Verfahren im Schnitt etwa elf Insolvenzfälle pro Woche, die gegen Unternehmen eröffnet wurden.

Treiber dieser Entwicklung sind mehrere große Verfahren: Laut AKV zogen Wollsdorf, ADA, Kilger, Meon und LL-resources die Gesamtpassiva der steirischen Insolvenzen auf rund 600 Millionen Euro in die Höhe – rund dreimal so viel wie im Vorjahreshalbjahr. Die höchsten ausgewiesenen Verbindlichkeiten entfallen dabei auf LL-resources GmbH mit etwa 130,75 Millionen Euro, gefolgt von Domaines Kilger GmbH & Co KG mit rund 83,46 Millionen Euro.