Die österreichische Justizministerin Anna Sporrer (SP) hat in einem APA-Sommerinterview angekündigt, die Laiengerichtsbarkeit in Österreich reformieren zu wollen, ohne dafür einen konkreten Zeitrahmen zu nennen.

Justizministerin Anna Sporrer (SP) will die Laiengerichtsbarkeit in Österreich grundlegend überarbeiten. In einem APA-Sommerinterview erklärte sie, man werde sich das anschauen, und kündigte eine mögliche Änderung an. Geplant sind demnach eine bessere Vorbereitung von Geschworenen und Schöffen sowie eine Überprüfung der Zuständigkeiten. Einen zeitlichen Horizont für die Reform konnte die Ministerin nicht nennen: "Ich darf Ihnen sagen, dass mir natürlich vieles zu langsam geht."

Standesvertretung kritisiert fehlende Begründung

Die bisherige Konstruktion der Laiengerichtsbarkeit bezeichnete Sporrer als "sehr antiquiert". Dabei räumte sie zugleich ein, dass die Auswahl der Laienrichterinnen und Laienrichter über einen Zufallsgenerator dem Ziel diene, "dass die Breite der Bevölkerung in die Gerichtsbarkeit eingezogen wird". Sie selbst ziehe daher eher mehr Information und mehr Wissenstransfer vorab in Betracht als eine Änderung der Auswahl.