Die Leitungen der vier Oberlandesgerichte in Wien, Graz, Linz und Innsbruck haben angesichts einer durchschnittlichen Arbeitsbelastung von rund 120 Prozent an den Bezirks- und Landesgerichten rasche Entlastungsmaßnahmen und zusätzliche Richterplanstellen gefordert.
Die Präsidentinnen und Präsidenten der vier Oberlandesgerichte (OLG) – Katharina Lehmayer (Wien), Michael Schwanda (Graz), Helmut Katzmayr (Linz) und Klaus-Dieter Gosch (Innsbruck) – haben am Montag in einer gemeinsamen Presseaussendung auf die seit Jahren steigende Arbeitsbelastung der Justiz hingewiesen. Demnach liegt die Auslastung an den Bezirks- und Landesgerichten im Schnitt bei rund 120 Prozent, ohne dass im aktuellen Justizbudget zusätzliche Richterplanstellen vorgesehen sind.
Das im Zuge der Budgetverhandlungen festgelegte Justizbudget sichere zwar den laufenden Betrieb, erklärten sie. Für eine spürbare Entlastung der Gerichte reiche ein bloßes Fortschreiben des Status quo jedoch nicht aus. "Angesichts der anhaltend hohen Belastung der Gerichte reicht ein bloßes Fortschreiben des Status quo nicht aus", erklärten sie gemeinsam.
