Wien, 12 Juni 2026

Der Verein Neustart warnt vor den Folgen der im neuen Doppelbudget geplanten Kürzungen für die Bewährungshilfe und sieht die innere Sicherheit in Österreich gefährdet.

Die geplanten Einsparungen im Justizbereich treffen nach Angaben des Vereins Neustart die Bewährungshilfe unverhältnismäßig stark. Geschäftsführer Alfred Kohlberger erklärte am Donnerstag, die jetzigen Pläne gingen zu Lasten der Kriminalitätsprävention und damit zu Lasten der Sicherheit im Land. Bewährungshilfe sei ein zentrales Instrument, um Rückfälle zu verhindern und straffällig gewordene Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Der Verein Neustart betreut laut Kohlberger aktuell 12.600 Personen. „finanziert werden allerdings nur 11.500“, sagte er weiter. Die Schere zwischen Betreuungsbedarf und finanzieller Ausstattung habe sich in den vergangenen Jahren immer weiter geöffnet. Zugleich steige der Aufwand für die Betreuung kontinuierlich, betonte Kohlberger: „Den geplanten Kürzungen stehe ein laufend steigender Aufwand gegenüber.“