Die Sparkassen haben am 20. Juli 2026 ihre App um die Funktion „S-Neo“ erweitert, mit der die rund 20 Millionen Nutzer direkt mehr als 21.000 Wertpapiere wie ETFs handeln können, um damit in Konkurrenz zu Neo-Brokern wie Trade Republic und Scalable Capital zu treten.

Funktionsweise und Zielgruppe

Mit dem neuen Angebot „S-Neo“ können Sparkassen-Kunden künftig direkt in der Sparkassen-App Wertpapiere wie ETFs (börsengehandelte Indexfonds) handeln, ohne eine zusätzliche Anwendung installieren oder ein neues Konto eröffnen zu müssen. Insgesamt stehen laut Deutschem Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mehr als 21.000 Wertpapiere zur Auswahl. Der Verband spricht von einem wichtigen Schritt, um den Einstieg ins Wertpapiersparen zu erleichtern.

„S-Neo soll diese Hürde senken und die Beschäftigung mit Sparplänen, Wertpapiergeschäften und langfristigem Vermögensaufbau erleichtern“, erklärte der DSGV. Gleichzeitig verwies der Verband darauf, dass „für viele Menschen ist der erste Schritt ins Wertpapiersparen noch immer mit Unsicherheit verbunden“ sei. Die Sparkassen-App hat eigenen Angaben zufolge rund 20 Millionen Nutzer, von denen etwa die Hälfte bislang kein Wertpapierdepot besitzt.

Angriff auf die Neo-Broker

DSGV-Präsident Ulrich Reuter hatte bereits im März angekündigt, dass die Sparkassen mit ihrem Angebot eine umfassende Antwort auf die wachsende Konkurrenz durch Neo-Broker liefern wollen. „dass wir im Gesamtpaket besser sein werden als jeder heutige Neo-Broker“, sagte Reuter damals. Die Sparkassen sehen dabei vor allem ihren bestehenden Kundenstamm als Vorteil, da keine neue App nötig ist und die Kunden bereits über ein Konto verfügen.