Erfurt, 09 Juli 2026

Nach monatelangen Verhandlungen vor einer Einigungsstelle haben Betriebsrat und Unternehmen für die rund 2.100 Beschäftigten des Zalando-Logistikzentrums in Erfurt einen millionenschweren Sozialplan unterzeichnet; eine Transfergesellschaft zur Unterstützung beim Jobwechsel kommt jedoch nicht zustande.

Das Ergebnis sei „wirtschaftlich akzeptabel“, erklärte der Betriebsrat nach den langwierigen Gesprächen in der Einigungsstelle. Gleichzeitig teilten Betriebsrat und Unternehmen mit, dass die Verhandlungen über einen Interessenausgleich für die 2.100 Beschäftigten gescheitert sind. Wie Betriebsrat und Unternehmen mitteilten, wurde dieser nach monatelangen Verhandlungen von der Einigungsstelle beschlossen.

Zalando habe sich erst durch die Entscheidung der Einigungsstelle zu dem Sozialplan bewegen lassen und keine ausreichenden freiwilligen Angebote vorgelegt. Der Betriebsrat kritisierte das Verhalten des Managements und nannte es „beschämend“. Nach Angaben des Betriebsrats lehnte Zalando eine zusätzliche Finanzierung ab.

Keine Transfergesellschaft – scharfe Kritik am Management

Eine Einigung über einen Interessenausgleich kam dagegen nicht zustande. Enttäuscht zeigt sich der Betriebsrat zudem darüber, dass keine Transfergesellschaft eingerichtet wird. Gerade angesichts der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt für Logistikberufe sei das ein schwerer Rückschlag für viele Betroffene, hieß es aus Arbeitnehmervertretung.