Baikonur, 15 July 2026

Das russische Raumschiff Sojus MS-29 ist am Dienstag um 20:52 Uhr Moskauer Zeit (19:52 Uhr MESZ) mit zwei russischen Kosmonauten und einem US-Astronauten an der Internationalen Raumstation ISS angedockt und hat damit die Zahl der Besatzungsmitglieder auf der Umlaufbahn auf zehn erhöht.

Andocken am Modul „Pritschal"

Das Andockmanöver am russischen ISS-Modul „Pritschal" wurde von der staatlichen russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos über den Nachrichtendienst Telegram bekannt gegeben. Wie die staatliche russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, dauerte der Flug vom Raumfahrtbahnhof Baikonur im zentralasiatischen Kasachstan bis zum Andocken rund drei Stunden.

Dmitri Bakanow hatte den Start der Rakete gemeinsam mit Jared Isaacman am Boden verfolgt. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS vereinbarten Bakanow und Isaacman bei ihren Gesprächen eine Verlängerung der ISS-Kooperation bis 2030.

Gespräche über die Zukunft der ISS

Mit der Mission begann für den US-Amerikaner Anil Menon sein erster Raumflug. Für die beiden Russen Pjotr Dubrow und Anna Kikina ist es bereits der zweite Einsatz im All. Menon hat nach Angaben aus den vorliegenden Berichten familiäre Wurzeln in der Ukraine.

Das Trio gehört offiziell zur 75. Langzeitmission auf der ISS. Dort soll das neue Team rund acht Monate leben und forschen. Damit verbunden ist auch eine enge Zusammenarbeit mit den bereits zuvor an Bord befindlichen Astronauten und Kosmonauten.