Der am Dienstag veröffentlichte UN-Bericht „The State of Food Security and Nutrition in the World 2026" (SOFI 2026) zeigt, dass rund 150 Millionen Kinder unter fünf Jahren weltweit chronisch mangelernährt sind.

Der Bericht wurde von fünf Organisationen der Vereinten Nationen gemeinsam veröffentlicht, darunter das Kinderhilfswerk Unicef. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen waren im vergangenen Jahr 7,8 Prozent der Weltbevölkerung von Hunger betroffen. Damit ist die Zahl hungernder Menschen weltweit 2025 das dritte Jahr in Folge zurückgegangen. Das sei ein Rückgang gegenüber 8,1 Prozent im Jahr 2024 sowie 8,6 Prozent im Jahr 2022.

Konkrete Zahlen belegen den Trend: dass im Jahr 2025 schätzungsweise rund 645 Millionen Menschen von Hunger betroffen waren, 14 Millionen Menschen weniger als 2024 und 43 Millionen weniger als 2022. Eine anhaltende, wenn auch langsame Verbesserung.

Rückgang bei Hunger, aber Kinder bleiben gefährdet

Bei Kindern unter fünf Jahren bleibt die Lage jedoch ernst. Rund 150 Millionen Kinder unter fünf Jahren (23 Prozent) waren 2024 nach wie vor chronisch mangelernährt und haben dadurch Wachstumsverzögerungen. Dies sei zwar ein Rückgang um 26 Prozent seit 2012, doch das angestrebte Ziel einer Senkung auf 108 Millionen bis 2030 ist mit dem bisherigen Tempo kaum zu erreichen.