Berlin, 27 Juli 2026

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht sich nach der Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und der damit verbundenen Hängepartie anhaltender Kritik aus den eigenen Reihen ausgesetzt, während der bayerische Ministerpräsident Markus Söder den Kabinettsumbau am Sonntag öffentlich verteidigte.

Die Personalrochade an der Spitze des Bundesverkehrsministeriums hat in der CDU eine Welle der Kritik ausgelöst. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte Merz dem 58-jährigen Schnieder bereits am Donnerstagabend mitgeteilt, dass er ihn entlassen wolle. Schnieder kam dem jedoch zuvor und richtete am Sonntag eine schriftliche Erklärung an die Öffentlichkeit, in der er selbst um seine Abberufung bat.

Schnieder schrieb der Deutschen Presse-Agentur: "Ich werde den Bundeskanzler bitten, dem Bundespräsidenten vorzuschlagen, mich aus dem Amt des Bundesministers für Verkehr zu entlassen." Er begründete seinen Schritt mit den Entwicklungen der vergangenen Tage und erklärte: "Mit diesem Schritt ziehe ich die Konsequenzen aus den Entwicklungen der vergangenen Tage und will zugleich den unwürdigen Zustand beenden, der die notwendige sachliche Arbeit unmöglich macht."