Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 23. August 2026 in Kiew die öffentliche Forderung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow nach Wahlen während des russischen Angriffskriegs zurückgewiesen und vor den Folgen einer solchen Abstimmung gewarnt.

Die Forderung nach einer Wahl in Kriegszeiten kam von Mychajlo Fedorow, der in der vergangenen Woche öffentlich eine Abstimmung während des andauernden Konflikts mit Russland verlangt hatte. Es handelte sich um die erste Reaktion Selenskyjs auf diesen Vorstoß seines früheren Ministers, der seit seiner Entlassung als Verteidigungsminister aus der Regierung ausgeschieden ist.

In einer Stellungnahme begründete der Präsident seine Ablehnung mit den konkreten Bedingungen des Krieges. Wahlen unter Beschuss, mit zerstörter Infrastruktur und Millionen Menschen im In- und Ausland seien nicht durchführbar und würden das Land zusätzlich schwächen. Selenskyj verwies darauf, dass eine solche Abstimmung das Land „zerstören“ würde.