Schwerin, 25 Juni 2026
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich in der Debatte um die Rentenreform gegen eine Kopplung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ausgesprochen und stattdessen Beitragsjahre als entscheidenden Faktor gefordert.
Schwesigs Argument gegen die Lebenserwartung
Im ZDF-Morgenmagazin wandte sich Schwesig am Donnerstag gegen das zentrale Element des Konzepts der Rentenkommission. „Ich halte es nicht für richtig, die Rente nach Lebenserwartung zu gestalten, denn das ist eine durchschnittliche Zahl, die über die individuelle Situation gar nichts sagt“, sagte die SPD-Politikerin. Stattdessen solle die Zahl der Beitragsjahre über den Zeitpunkt des Renteneintritts entscheiden.
Schwesig argumentiert, dass die Lebenserwartung ein Durchschnittswert sei, der die persönliche Lage der einzelnen Versicherten nicht abbilde. „Es müsse möglich sein, dass jemand, der schon mit 20 arbeite und einzahle, eher in Rente gehen könne als jemand, der erst mit 30 ins Berufsleben starte“, sagte sie. Wer lange einzahle, solle auch früher in den Ruhestand wechseln können.
