Am 14. Juni 2026 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über eine Volksinitiative der rechtskonservativen SVP ab, die die Bevölkerungszahl der Schweiz bis 2050 bei zehn Millionen Einwohnern deckeln soll.
Zurzeit leben etwa 9,1 Millionen Menschen in dem Alpenland. Die Initiative mit dem Slogan "Keine 10-Millionen-Schweiz!" will in der Verfassung verankern, dass diese Obergrenze nicht überschritten wird. Erreicht die Schweiz 9,5 Millionen Einwohner, müssten Maßnahmen im Asylbereich und beim Familiennachzug ergriffen werden. "Würde die Initiative angenommen, müssten ab einer Einwohnerzahl von 9,5 Millionen Maßnahmen im Asylbereich und beim Familiennachzug ergriffen werden", heißt es in der Vorlage. Das dürfte in den 2030-er Jahren der Fall sein.
Worum es bei der Initiative geht
Die Schweizer Regierung und die meisten Parteien warnen vor den Folgen für das Verhältnis zur EU. "Sowohl die Schweizer Regierung als auch die meisten Parteien warnen vor den Folgen für das Verhältnis zur EU", schreibt der Deutschlandfunk in seinem Bericht. Reichen die Massnahmen bei Asyl und Familiennachzug nicht aus, soll auch die mit der EU vertraglich geregelte Freizügigkeit beendet werden. Die Auszählung beginnt um 12.00 Uhr.
Die SVP spricht von einer Bevölkerungsexplosion, die das Land überfordere. "Die rechtskonservative SVP will mit ihrem Vorstoß Probleme lösen wie zu viele Staus, zu volle öffentliche Verkehrsmittel, zu viel Wohnungsbaubedarf, zu hohe Mieten und zu viel Kriminalität." Treibende Kraft hinter dem Volksbegehren ist der Zürcher SVP-Parlamentarier und Bankier Thomas Matter, der sagt: "Uns ist die Kontrolle entglitten."
