Die zweite SRG-Trendumfrage von GfS Bern zeigt, dass die SVP-Initiative gegen eine «10-Millionen-Schweiz» mit 52 Prozent Ablehnung gegenüber 45 Prozent Zustimmung ins Nein kippt, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten hervorgeht.
Stimmungsbild kippt deutlich
Die Stimmungslage vor der Abstimmung vom 14. Juni 2026 hat sich damit gegenüber der ersten Welle, die noch ein Patt auswies, spürbar zugunsten der Gegner verschoben. Nur noch 3 Prozent der Befragten sind laut GfS Bern unentschlossen, was den Initiativgegnern eine komfortable Ausgangslage verschafft. Der Wechsel wird massgeblich von Sympathisantinnen und Sympathisanten der Mitte und der FDP getragen, deren Ablehnung zuletzt deutlich zunahm.
Wie GfS Bern weiter ausführt, fällt die Entscheidung voraussichtlich in der politischen Mitte und unter den parteilosen Stimmberechtigten. Während im linken Lager der Nein-Trend sich weiter verfestigt hat, positionieren sich Frauen inzwischen klar gegen die Initiative; Männer bleiben für eine Begrenzung der Zuwanderung offener (50 Prozent Ja gegenüber 40 Prozent bei den Frauen). Regional zeigt sich ein differenziertes Bild: Die Romandie lehnt die Vorlage deutlich ab, die Deutschschweiz knapp, und die italienischsprachige Schweiz tendiert weiterhin zur Annahme.
