Die österreichische Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) hat vorgeschlagen, die Karenzzeit, in der junge Mütter mit Asylstatus nicht an verpflichtenden Integrationsmaßnahmen teilnehmen müssen, von drei auf zwei Jahre zu verkürzen.
Der Vorschlag der Ministerin sieht vor, die sogenannte Befreiungsfrist im Integrationspflichtengesetz von drei auf zwei Jahre zu reduzieren. Während dieses Zeitraums sind junge Mütter mit Asylstatus derzeit von Pflichtmaßnahmen wie Deutschkursen oder AMS-Programmen ausgenommen, um ihnen die Betreuung ihrer Kleinkinder zu ermöglichen. Künftig soll diese Ausnahme nur noch zwei Jahre nach der Geburt des Kindes gelten.
Damit sollen betroffene Frauen nach Darstellung des Ministeriums schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Verkürzung der Frist solle den Betroffenen ermöglichen, früher eine Beschäftigung aufzunehmen und dadurch langfristig nicht auf Sozialleistungen angewiesen zu sein. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Förderung der Eigenständigkeit und Teilhabe der Frauen.
