Die Hälfte der überregionalen Zugverspätungen in Österreich ist auf Ursachen im Ausland zurückzuführen, wie die Schienencontrol bei der Präsentation ihrer neuen, erstmals digitalisiert erhobenen Daten bekannt gab.

Die Schienencontrol, die Regulierungsbehörde für den heimischen Schienenverkehr, hat erstmals auf neuen, digitalisierten Weg Daten zu den Gründen von Verspätungen erhoben. Das entsprechende Tool zur Veranschaulichung ist in Arbeit. Noch im heurigen Jahr sollen Nutzerinnen und Nutzer darauf zugreifen können und auch Verspätungen im Nahverkehr veranschaulicht bekommen. Die Erhebung zeigt laut Schienencontrol-Chefin Maria-Theresia Röhsler, dass ein erheblicher Teil der überregionalen Verspätungen auf Ursachen jenseits der österreichischen Grenzen zurückgeht.

Verspätungen und die Wiener S-Bahn-Stammstrecke

Dabei wirkt sich auch die neuerliche Sperre der Wiener S-Bahn-Stammstrecke aus. Wegen der neuen, zum Teil neuerlich begonnenen Sperre dieser Strecke, die in eine monatelange Komplettsperre münden wird, ist mit weiteren Beeinträchtigungen zu rechnen. Der leichte Rückgang der Fahrgastzahlen um 0,3 Prozent auf 347,5 Millionen Passagiere im Vorjahr ist laut Schienencontrol vor allem auf die vergangene Sperre der Wiener S-Bahn-Stammstrecke zurückzuführen.