Brüssel/Walldorf, 09. Juli 2026

Der Softwarehersteller SAP hat sich im Kartellverfahren mit der EU-Kommission auf Zusagen geeinigt und entgeht damit einer drohenden Geldbuße, wie die Brüsseler Behörde am 9. Juli 2026 mitteilte.

Die Europäische Kommission hatte im September 2025 ein Kartellverfahren gegen SAP eröffnet, weil sie Wettbewerbsverstöße im Bereich Wartung und Support der On-Premise-Software vermutete. Nun akzeptierte die Behörde Verpflichtungszusagen des Unternehmens, die SAP nach eigenen Angaben bereits angekündigt hatte. Ein Bußgeld verhängte die Kommission nicht.

SAP ist nach Darstellung der Kommission der größte Softwarehersteller Europas. Das Unternehmen ist vor allem für seine ERP-Software bekannt, die Geschäftsprozesse wie Finanzverwaltung, Personalwesen und Projektmanagement unterstützt. SAP-Software kann entweder auf eigenen Servern der Kunden (On-Premise) laufen oder von SAP gehostet in der Cloud bereitgestellt werden. Von den Zusagen sind ausdrücklich die Cloudangebote des Unternehmens ausgenommen.