BERLIN, 05 August 2026

Deutsche Sicherheitsbehörden haben vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern russische Desinformationsaktionen im Internet festgestellt, die Teil einer Kampagne namens „Operation Matrjoschka" sind.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen werden im Rahmen der Kampagne KI-generierte Videos verbreitet, die sich gezielt an Wählerinnen und Wähler in Ostdeutschland richten. Die Inhalte sollen demnach Stimmung gegen demokratische Institutionen machen und das Vertrauen in den Wahlprozess untergraben. Die Verbreitung erfolgt laut den Erkenntnissen über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste, wobei die Reichweite der einzelnen Beiträge begrenzt bleibt.

Hintergrund der Operation

Die Zahl der bisher identifizierten Videos bewegt sich nach Angaben der Sicherheitsbehörden in einer niedrigen dreistelligen Größenordnung. Trotz der vergleichsweise geringen absoluten Zahlen sehen die Beobachter die Kampagne als ernstzunehmenden Versuch, das politische Klima im Vorfeld der Wahlen zu beeinflussen. Besonders betroffen seien demnach Plattformen, auf denen ohnehin polarisierende Inhalte kursieren.