Nationalratspräsident Walter Rosenkranz hat am Sonntag in der ORF-Sendung "Hohes Haus" signalisiert, Sicherheitsüberprüfungen von Parlamentsmitarbeitern in der Präsidialkonferenz mittragen zu wollen.

Auslöser der Debatte

Die Diskussion um mögliche Sicherheitsüberprüfungen für Parlamentsmitarbeiter war zuletzt durch die Bestellung des neuen Parlamentsdirektors Roland Weinert sowie durch bekanntgewordene Verbindungen von FPÖ-Mitarbeitern zur rechtsextremen Identitären-Bewegung neu entfacht worden. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz zeigte sich am Sonntag in der ORF-Sendung "Hohes Haus" grundsätzlich offen für entsprechende Maßnahmen, falls diese in der Präsidialkonferenz mehrheitlich oder einstimmig beschlossen werden sollten.

In einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" sagte Rosenkranz, er sei "für alles zu haben", was mit Mehrheit beziehungsweise mit Einstimmigkeit in der Präsidialkonferenz beschlossen werde. Konkret verwies er darauf, dass er das Thema der Sicherheitsüberprüfungen bereits in einer der letzten Präsidialen angesprochen habe. Damals hätten allerdings alle Parteien "Nein" dazu gesagt, so Rosenkranz wörtlich: "In einer der letzten Präsidialen habe ich dieses Thema angesprochen, alle Parteien hätten dazu aber 'Nein' gesagt."