Wien, 07 Juli 2026

Im österreichischen Nationalrat haben am Montag die Oppositionsparteien ÖVP, SPÖ, Grüne und NEOS die FPÖ wegen eines gewalttätigen Übergriffs auf einen Taxilenker in Leoben und der Rolle der rechtsextremen Identitären Bewegung scharf kritisiert.

Hintergrund: Der Angriff in Leoben

Hintergrund des Streits ist ein dokumentierter Angriff in der steirischen Stadt Leoben. Wie aus den vorliegenden Informationen hervorgeht, stiegen am 20. Juni Gäste einer Burschenschaftsfeier in ein Taxi, sollen nationalsozialistische Parolen gerufen und „Sieg heil" skandiert haben. Als der Taxilenker die Fahrt daraufhin verweigerte, wurde er demnach von mehreren Personen gewürgt, geschlagen und getreten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Wiederbetätigung und schwerer Körperverletzung. Unter den Tatverdächtigen befinden sich nach Angaben, die im Parlament zur Sprache kamen, Funktionäre der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreich (IBÖ), die vom österreichischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird. Konkret genannt wurden der deutsche Staatsbürger Yannick W. sowie Gernot S., die nach den vorliegenden Fakten bis vor Kurzem in der Identitären Bewegung aktiv und Mitglieder der Burschenschaft Olympia waren.