Berlin, 30 Juli 2026
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in diesem Jahr bislang fast 10.000 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland registriert, wie aus am Donnerstag vorgelegten Auswertungen hervorgeht.
Die hohe Zahl verdeutlicht nach Einschätzung des RKI die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels für die Bevölkerung. Besonders ältere und vorerkrankte Menschen seien in den Hitzeperioden dieses Sommers gefährdet gewesen, hieß es aus dem Institut. Die Auswertung basiert auf Mortalitätsdaten, in denen hitzeassoziierte Sterbefälle statistisch von anderen Todesursachen abgegrenzt werden.
Sozialverband fordert nationalen Hitzeschutzplan
Der Sozialverband Deutschland forderte angesichts der Zahlen einen nationalen Hitzeschutzplan. Verbandspräsidentin Michaela Engelmeier erklärte, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Kommunen bräuchten verlässliche Hilfen, um gefährdete Gruppen besser zu schützen. Ohne ausreichende Mittel und klare Zuständigkeiten werde die Zahl der Hitzetoten in künftigen Sommern weiter steigen.
