Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat mitgeteilt, dass in der Woche vom 22. bis 28. Juni 2026 etwa 23.900 Menschen in Deutschland starben – 32 Prozent über dem Vergleichswert der Vorjahre.

Statistikbehörde korrigiert Schätzung nach oben

Das entspricht rund 7.100 Sterbefällen mehr als noch zwei Wochen zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Sterbefallzahlen lagen in der Woche vom 22. bis 28. Juni damit um 32 Prozent über dem Vergleichswert der Vorjahre. Außerhalb dieser letzten Juniwoche bewegten sich die Werte im bisherigen Jahresverlauf weitgehend im Rahmen der vorherigen vier Jahre oder darunter: Im April lagen sie demnach um fünf Prozent und im Mai um zwei Prozent unter den Vorjahreswerten.

Nach vorläufigen Angaben starben im zweiten Quartal insgesamt rund 243.600 Menschen. Dass im Zusammenhang mit Hitze die gesundheitliche Belastung hoch ist und infolge dessen auch die Sterbefallzahlen ansteigen, ist nach Angaben der Statistikbehörde ein bekannter Effekt in Sommermonaten. Europaweit sollen insgesamt 10.000 Menschen mehr in Folge der Hitzewelle gestorben sein.