Die österreichische Bundesregierung hat am Montag im Ministerrat eine Verlängerung des Grundwehrdienstes im Modell „6 plus 3" präsentiert, während eine Einigung beim Zivildienst zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS weiter aussteht.

Nach wochenlangen Verhandlungen hat die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS am Montag im Ministerrat zumindest Teile ihrer Wehrdienst-Reform vorgestellt. Wie aus Verhandlungskreisen durchsickerte, einigte man sich auf eine Verlängerung des bisher sechsmonatigen Grundwehrdienstes um drei Monate verpflichtende Milizübungen – das sogenannte „6 plus 3"-Modell. Dieses Vorgehen entspricht in etwa dem von der Expertenkommission erarbeiteten Stufenmodell.

Beim Zivildienst hingegen blieb eine Einigung bis zuletzt offen. Während die SPÖ ein „9 plus 2"-Modell bevorzugt – also neun Monate regulären Dienst plus zwei Monate verpflichtende Übungen – und die NEOS weiterhin auf eine reine Freiwilligenlösung setzen, beharrt die ÖVP auf einer deutlichen Ausweitung. Die Verhandlungen gestalten sich zäh: „Es ist eine Mischung aus Poker und Mikado", beschreibt ein Beteiligter gegenüber dem KURIER die finalen Verhandlungen.