Wien, 23 Juli 2026

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat am Donnerstag angekündigt, in Österreich eine Schadenersatzklage in Höhe von rund 3,15 Milliarden Euro gegen die Holdinggesellschaft Rasperia Trading Limited einzureichen, sobald deren in Österreich eingefrorene Vermögenswerte freigegeben werden.

Wie die RBI in einer Ad-hoc-Mitteilung erklärte, soll die Klage in voller Übereinstimmung mit dem EU-Sanktionsrecht erfolgen. Ziel sei es, auf die in Österreich wegen der EU-Sanktionen eingefrorenen Vermögenswerte von Rasperia zuzugreifen. Bei den Vermögenswerten handelt es sich laut RBI um 28,5 Millionen Aktien des Baukonzerns Strabag sowie um einbehaltene Dividenden und Barausschüttungen.

Die RBI begründete den Schritt mit einem Urteil des erstinstanzlichen Handelsgerichts im russischen Kaliningrad, das am Mittwoch ergangen war und am Donnerstagnachmittag im Register veröffentlicht wurde. Die Richterin Marina Nadeshkina untersagte demnach den Kernaktionären der österreichischen Strabag und ihren Verbindeten weitgehend, im Ausland gegen Rasperia vorzugehen. Das Verfahren war auf Antrag der Klägerin Rasperia nicht öffentlich geführt worden.