Beim nächsten Treffen in Brüssel suchen die 27 EU-Mitgliedstaaten erneut eine Einigung auf ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland, doch Griechenland und Österreich bremsen Teile des Vorhabens.

Griechenland und Österreich als neue Bremser

Die EU-Staaten haben in Brüssel einen weiteren Anlauf unternommen, um sich auf neue Sanktionen gegen Russland zu verständigen. Wie aus Diplomatenkreisen verlautete, verweigert derzeit vor allem Griechenland eine rasche Zustimmung zum Gesamtpaket. Athen wehrt sich demnach gegen Einschränkungen seiner Schifffahrt im Rahmen der Sanktionen. Damit verschärft sich die seit Wochen schwelende Blockade um das Paket.

Auch Österreich sorgt nach Angaben aus Ratskreisen für Diskussionen. Wien wolle demnach verhindern, dass der russische Oligarch Oleg Deripaska durch die eingefrorenen Vermögenswerte doppelt profitiert. Hintergrund ist ein Streit um Anteile des österreichischen Baukonzerns Strabag im Wert von rund zwei Milliarden Euro. Diese werden derzeit von dem russischen Unternehmen Rasperia gehalten und sind eingefroren. Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) fordert deren Freigabe, damit sie an die Bank übertragen werden können.