Bei einer groß angelegten Razzia in Wien und Niederösterreich haben Ermittlerinnen und Ermittler am Mittwoch 21 Objekte durchsucht und dabei Beweismittel, Bargeld, Suchtmittel und verbotene Waffen sichergestellt; im Zentrum steht ein Schneeräumungsunternehmen, das seit 2017 mutmaßlich systematisch Schwarzarbeiterinnen und Schwarzarbeiter beschäftigt haben soll.

Die Aktion richtete sich gegen einen nicht namentlich genannten Anbieter von Winterdiensten, zu dessen wichtigsten Kunden öffentliche Auftraggeber im Umfeld der Stadt Wien gehörten. Laut Finanzministerium führten die Einsatzkräfte am Mittwoch 21 Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich durch. Insgesamt 115 Einsatzkräfte waren gleichzeitig im Einsatz.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) und das Amt für Betrugsbekämpfung (AFB) ermitteln gegen die Verantwortlichen des Unternehmens. Die WKStA habe die Durchsuchungen angeordnet, teilte das Finanzministerium mit. Auch IT-Spezialistinnen und IT-Spezialisten des Bundeskriminalamtes unterstützten die Operation.