Wien, 08 September 2026

Die Psychotherapeutin Elke Humer vom Department für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Donau-Universität Krems hat gemeinsam mit ihrem Team eine signifikant erhöhte psychische Belastung unter Landwirten in Österreich dokumentiert.

Die Untersuchung verglich die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Landwirten mit jenen der Allgemeinbevölkerung. Dabei zeigte sich, dass die Befragten aus der Landwirtschaft überproportional häufig von Symptomen wie Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen und Erschöpfung berichten. Das Team wertete dazu umfragebasierte Daten aus, die bereits in früheren Fachjournalen wie dem "Journal of Rural Studies" und "Scientific Reports" veröffentlicht wurden.

Erhöhte Suizidalität im Vergleich zur Gesamtbevölkerung

Ein zentrales Ergebnis betrifft die Suizidalität. Wie Humer bereits im Vorjahr im Fachjournal "Archives of Suicide Research" zeigte, berichten Landwirte in Österreich signifikant häufiger von Suizidgedanken (19,7 Prozent) als die Allgemeinbevölkerung (14,3 Prozent). Die Forscherin und ihre Mitautorinnen und Mitautoren identifizierten mehrere Faktoren, die mit einem schlechteren psychischen Befinden korrelieren.