Eine Studie der School of Education der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und des Österreichischen Bundesverlags (öbv) zeigt, dass 52 Prozent der befragten Lehrkräfte in Österreich sich psychisch 'eher' bis 'sehr' belastet fühlen.
Die Untersuchung wurde gemeinsam von der School of Education der JKU und dem Österreichischen Bundesverlag Schulbuch (öbv) durchgeführt. Im Zentrum stand die Frage, wie Lehrkräfte ihre eigene Arbeitssituation sowie die psychische Verfassung ihrer Schülerinnen und Schüler einschätzen. Die Ergebnisse verweisen auf eine deutliche Belastung im österreichischen Schulalltag.
Besonders hoch ist der Druck demnach an Sonderschulen. Dort geben 75 Prozent der befragten Lehrkräfte an, sich durch ihre Arbeit belastet zu fühlen. An anderen Schulformen fällt der Anteil geringer aus, liegt aber im Gesamtdurchschnitt weiterhin deutlich über der Hälfte.
Als zentrale Ursachen der Belastung identifiziert die Studie administrativen Aufwand und überfüllte Klassen. Hinzu kommen laut den Befragten die Betreuung sehr unterschiedlicher Lernbedürfnisse, fehlende Pausen sowie zusätzliche Aufgaben in der individuellen Förderung und Schulentwicklung. Diese Faktoren summieren sich aus Sicht vieler Lehrkräfte zu einer dauerhaften Mehrbelastung.
