Karin Prien (CDU) hat am Dienstag im NDR geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss verteidigt, während Gewerkschaften und Kinderschutzbund vor negativen Folgen für Alleinerziehende warnen.
Karin Prien sieht den Staat durch das aktuelle Unterhaltsvorschussrecht übermäßig in der Pflicht. Das deutsche System sei im europäischen Vergleich ein Sonderfall, sagte sie am Dienstag im NDR: „Anders als in anderen europäischen Staaten gebe es nur in Deutschland ein Unterhaltsvorschussrecht.“ Zudem verwies sie auf einen gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern, „Laut Beschluss von Bundesregierung und Bundesländern müsse das geändert werden.“
Konkret plant Prien, die Vorschussleistungen für Kinder von Alleinerziehenden künftig bis zum 16. statt bis zum 18. Lebensjahr zu zahlen. Zuletzt habe der Staat dafür jährlich 3,2 Milliarden Euro ausgegeben, wie aus dem Bericht hervorgeht: „Zuletzt waren das jährlich 3,2 Milliarden Euro.“ Prien begründete die Reform auch mit Blick auf die unterhaltspflichtigen Elternteile und sagte: „Dies bedeute eine weitgehende Schonung vor allem für säumige Väter.“
