Bundesfamilienministerin Karin Prien hat ihre Pläne zur Kürzung des Unterhaltsvorschusses gegen den Widerstand von Alleinerziehenden, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden verteidigt und zugleich schärfere Maßnahmen gegen säumige Unterhaltspflichtige – vor allem Väter – gefordert.

Prien weist Vorwürfe zurück

Im Gespräch mit dem Sender NDR Info wies Prien Vorwürfe zurück, mit den geplanten Einschnitten Alleinerziehende und deren Kinder zu bestrafen. "Deswegen kann ich den Skandal tatsächlich nicht erkennen", sagte die CDU-Politikerin. Wer beim Unterhaltsvorschuss kürze, bestrafe Alleinerziehende, die alles alleine stemmen müssten, sowie ihre Kinder – "das ist falsch", hatte sie gesagt.

Die Ministerin bekräftigte als dritten Punkt ihrer Reformagenda, "dass wir ein Stück weit die Ausweitung des Unterhaltsvorschussrechts von 2017 zurücknehmen". Nach ihren Plänen soll der staatliche Unterhaltsvorschuss künftig nur noch bis zum 16. Geburtstag des Kindes gezahlt werden.