Bei der Gay Pride Parade in Istanbul hat die türkische Polizei am Sonntag mindestens 50 Menschen festgenommen, darunter eine Journalistin, obwohl die Veranstalter mit der Aktion auf die seit Jahren anhaltende Unterdrückung der LGBTQ-Bewegung in der Türkei aufmerksam machen wollten.

Die Parade hatte demnach trotz eines Verbots durch die Behörden sowie der Abriegelung des zentralen Taksim-Platzes stattgefunden. Die Polizei errichtete rund um den für Versammlungen beliebten Platz Eisenzäune. Auch andere Plätze, etwa im asiatischen Stadtteil Kadiköy, wurden gesperrt. Auf der asiatischen Seite der Stadt liefen die Demonstranten mit Trillerpfeifen durch die Straßen, um so auf sich aufmerksam zu machen.

Die Versammlung wurde Augenzeugen zufolge von der Istanbuler Polizei durch Beamte in Zivil aufgelöst. Laut Medienberichten gab es auch Festnahmen. Die türkische Polizei hat bei der Gay Pride Parade in Istanbul heute mindestens 50 Menschen festgenommen. Die Behörden begründen ihr Vorgehen in der Regel mit Sicherheitsbedenken.