Stuttgart, 07 August 2026

Die Porsche Automobil Holding SE, Mehrheitseigentümerin des Volkswagen-Konzerns, hat im ersten Halbjahr 2026 einen Verlust in Milliardenhöhe ausgewiesen, während zugleich der konzernweite Sparkurs von VW-Chef Oliver Blume an internen Widerständen scheiterte.

Die Porsche Automobil Holding SE (PSE) legte am Freitag in Stuttgart ihre Halbjahresbilanz vor und wies für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 ein negatives Ergebnis in Milliardenhöhe aus. Das Unternehmen begründete die Entwicklung unter anderem mit Wertberichtigungen auf Beteiligungen und mit Belastungen aus dem operativen Geschäft. Die Halbjahreszahlen markieren einen Wendepunkt für die Holding, die in den Vorjahren von Dividendenzahlungen und positiven Bewertungseffekten aus dem Volkswagen-Konzern profitiert hatte.

Die Porsche SE hält rund 53 Prozent der Stammaktien und etwa 32 Prozent der Vorzugsaktien an der Volkswagen AG und ist damit größter Einzelaktionär des Wolfsburger Konzerns. Über ihre Beteiligung an der Porsche AG, dem Sportwagenhersteller, partizipiert die Holding zusätzlich an der Entwicklung der Marke Porsche. Das Ergebnis der Holding wird wesentlich durch die Wertentwicklung dieser beiden Beteiligungen bestimmt, weshalb konzerninterne Entscheidungen bei Volkswagen unmittelbar auf den Beteiligungserfolg der PSE durchschlagen.