Der Sportwagenhersteller Porsche plant nach einem Bericht der Bild-Zeitung vom Mittwoch den Abbau von weiteren 5000 Stellen bis zum Jahr 2035 und verdoppelt damit sein bisheriges Sparprogramm.
Wie die Zeitung Bild am Mittwoch berichtete, will Porsche bis 2035 zwischen 5000 und 6000 weitere Arbeitsplätze abbauen. Damit würde sich der seit Längerem laufende Stellenabbau bei dem Sportwagenhersteller noch einmal deutlich erhöhen. Ein Porsche-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Auch das Wirtschaftsmagazin Manager Magazin hatte über einen Stellenabbau dieser Größenordnung berichtet.
Porsche ist eine Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns. Das Unternehmen steckt nach eigenen Angaben in einer schweren Krise, ausgelöst durch einen drastischen Verkaufsseinbruch in China. Die operative Umsatzrendite, die lange Zeit bei rund 15 Prozent lag, war im vergangenen Jahr auf 6 Prozent gefallen. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Porsche nun nur noch eine operative Umsatzrendite von 5,5 bis 7,5 Prozent an. Porsche ist im MDax gelistet.
Krise durch China-Einbruch und Margenverfall
Porsche-Chef Michael Leiters, der die Führung des Unternehmens zu Beginn des Jahres übernommen hat, kündigte an, Strukturen verschlanken, Kosten senken und das Produktportfolio grundlegend überarbeiten zu wollen. Die Zeitung Bild berichtet zudem, Leiters wolle die jährlichen Sonderzahlungen an die Beschäftigten auf 1500 Euro deckeln und die Weihnachtsgratifikation kürzen. In guten Zeiten hätten sich diese Sonderzahlungen nach Angaben von Bild im hohen vierstelligen Eurobereich bewegt.
