Ingelheim, 03 Juni 2026

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim stoppt geplante Investitionen in Deutschland im Volumen von 900 Millionen Euro, während Eli Lilly sein Alzey-Projekt um die Hälfte reduziert, wie aus Unternehmensangaben und einem Bericht des Handelsblatts hervorgeht.

Hintergrund: Was planten die beiden Konzerne?

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim wird seine geplanten Investitionen an deutschen Standorten nicht in der vorgesehenen Form umsetzen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Ingelheim bei Mainz bestätigte, werden die für die Jahre 2027 bis 2030 vorgesehenen Mittel in Höhe von 900 Millionen Euro in andere Weltregionen umgeleitet. Das Handelsblatt hatte zuerst über den Investitionsstopp berichtet.

Bereits geplante Vorhaben, darunter der Bau neuer Laborgebäude für die Infrastruktur an heimischen Standorten, sind davon betroffen. Boehringer begründete den Schritt mit schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie mit den Sparplänen der Bundesregierung im Gesundheitswesen, insbesondere mit höheren Zwangsabschlägen, die Pharmaunternehmen den Krankenkassen gewähren müssen.