Ein Richter in Peru hat zwei Tage vor der Präsidentschaftsstichwahl einen Prozess gegen den Kandidaten Roberto Sánchez angeordnet, dem falsche Angaben zur Finanzierung seiner Partei Juntos por el Perú zur Last gelegt werden.
Die Entscheidung traf Richter Adolfo Farfán am Freitag (Ortszeit) und betrifft den linksgerichteten Bewerber Roberto Sánchez, der am Sonntag in der Stichwahl gegen die rechtsgerichtete Keiko Fujimori antritt. Der Richter begründete seine Anordnung mit «hinreichende Verdachtsmomente» für die Aufnahme eines Strafverfahrens.
Worum es in dem Verfahren geht
Im Kern geht es um den Vorwurf, Sánchez habe zwischen 2018 und 2020 gegenüber der Wahlbehörde falsche Angaben zu finanziellen Zuwendungen an seine Partei Juntos por el Perú gemacht. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und vier Monaten beantragt und zeigte sich nach der richterlichen Entscheidung «zufrieden mit der Entscheidung».
