Die chinesische Marine hat am Montag nach eigenen Angaben erfolgreich eine Interkontinentalrakete von einem nuklear angetriebenen U-Boot im Südpazifik getestet, woraufhin Neuseeland, Australien und Japan scharfe Kritik übten.

Hintergrund: Was geschah?

Die mit einem "Übungsgefechtskopf" ausgestattete Rakete sei um 12.01 Uhr (Ortszeit, 6.01 Uhr MESZ) "erfolgreich" von einem Atom-U-Boot gestartet worden und "schlug präzise im vorgesehenen Seegebiet" im Pazifik ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Marine-Sprecher Wang Xuemeng erklärte im Onlinedienst WeChat am Montag, der Test sei Teil der jährlichen Militärmanöver Chinas und stehe im Einklang mit internationalem Recht. Die Volksbefreiungsarmee habe keine näheren Angaben zu dieser Art von seltenem Test gemacht.

Laut Wang Xuemeng handele es sich um Chinas jährliche Militärmanöver. Zunächst war unklar, ob der Raketentest Teil dieser Übungen war. Die chinesische Marine wollte am Montag gemeinsame Manöver mit der russischen Armee vor der Küste der Stadt Qingdao starten, deren diesjähriges Motto "Gemeinsam auf Bedrohungen der Sicherheit auf See reagieren" lautet. Die Volksbefreiungsarmee erklärte, der Test richte sich gegen kein bestimmtes Land. Das Pekinger Verteidigungsministerium erklärte laut Berichten, es sei zunächst unklar gewesen, ob der Test Teil der China-Russland-Übung war.