Die Pasterze, Österreichs derzeit größter Gletscher unterhalb des Großglockners, wird nach Einschätzung von Alpenverein (ÖAV), Nationalpark Hohe Tauern und Geosphere Austria voraussichtlich noch im Jahr 2026 ihren Spitzenplatz verlieren, sobald die letzte Eisverbindung am Hufeisenbruch abreißt.
Hufeisenbruch als letzte Verbindung
In einer gemeinsamen Aussendung am Donnerstag erklärten der Alpenverein (ÖAV), der Nationalpark Hohe Tauern und die Geosphere Austria, dass noch heuer mit dem Abschmelzen des Rest-Eises am "Hufeisenbruch", der letzten Verbindung zwischen Firngebiet und Gletscherzunge, gerechnet werde. Sollte der Sommer ähnlich warm bis hitzig weitergehen, könnte die Eisverbindung "in den nächsten Monaten abreißen". Bei etwas besseren Bedingungen könnte sie noch zumindest dieses Jahr überdauern.
Die noch zur Jahrtausendwende über 800 Meter breite Eisbrücke über den "Riffwinkel" an der Nordseite der Pasterzenzunge ist mittlerweile zu einem relativ schmalen Brückchen zusammengeschrumpft. Auf der gegenüberliegenden Seite war die "Schneewinkel"-Eisbrücke bereits 2020 endgültig abgerissen und ist heute ein Wasserfall.
