Die Bürgerinnen und Bürger der Südkaukasusrepublik Armenien haben am Sonntag ein neues Parlament gewählt, wobei die Abstimmung als Richtungsentscheidung über den prowestlichen Kurs von Regierungschef Nikol Pashinjan gilt.
Die Wahllokale im Land sind seit 08.00 Uhr Ortszeit (06.00 Uhr MESZ) geöffnet. „Die von enormen Spannungen mit Russland begleitete Parlamentswahl in der Südkaukasusrepublik Armenien hat mit mehreren Festnahmen begonnen." Bereits in der Nacht vor dem Urnengang seien drei Mitglieder einer örtlichen Wahlkommission festgenommen worden, berichteten Agenturen.
Nach Polizeiangaben wurden im Laufe des Wahltags zudem mehr als zehn Personen unter dem Vorwurf des Stimmenkaufs festgenommen. In der Stadt Gjumri durchsuchten Polizisten Medienberichten zufolge das Büro der Oppositionspartei Starkes Armenien des prorussischen Milliardärs Samwel Karapetjan.
Bis 11.00 Uhr Ortszeit (09.00 Uhr MESZ) hätten knapp 15 Prozent der Wähler abgestimmt, teilte die Zentrale Wahlkommission mit. Regierungschef Paschinjan gab seine Stimme ab und strebt seine dritte Amtszeit an. Pashinjan sagte: „Die Demokratie arbeitet immer zugunsten der regionalen und internationalen Zusammenarbeit und ist Instrument für den Frieden in der Region."
