Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire hat am Dienstag, 9. Juni, mitgeteilt, dass seit dem 1. Januar 132 Betreuer im Nachmittagsbereich der Pariser Schulen suspendiert worden sind, darunter 52 wegen des Verdachts auf sexualisierte oder sexistische Gewalt.
Die Stadt Paris ist nach eigenen Angaben von einem Skandal um Übergriffe in der schulischen Nachmittagsbetreuung erschüttert. Seit Jahresbeginn 132 Betreuer in Paris suspendiert – diese Zahl nannte der Bürgermeister bei einem Besuch einer Schule im Nordwesten der Hauptstadt. Bei 52 der 132 Fälle handelt es sich um den Verdacht auf sexualisierte Gewalt, wie aus den Angaben Grégoires hervorgeht: "dont 52 pour 'suspicion de violences sexuelles ou sexistes'" und "Darunter seien 52 Fälle wegen des Verdachts auf sexualisierte Gewalt".
Die Suspendierungen betreffen ausschließlich Personal, das im sogenannten périscolaire arbeitet – also in der Nachmittagsbetreuung für Schulkinder, die nach dem Unterricht stattfindet. Grégoire sprach von einer "ville de Paris, secouée par un scandale d'agressions dans le périscolaire" und erklärte den Umgang mit den Vorfällen zur politischen Priorität.
