Im südfranzösischen Fleurance ist die Leiche der seit einer Woche vermissten elfjährigen Lyhanna gefunden worden, was eine landesweite Debatte über ein mögliches Versagen von Justiz und Sicherheitsbehörden ausgelöst hat.

Was geschah

Die Schülerin war am Freitagnachmittag, den 29. Mai, nach dem Unterricht in Fleurance im Département Gers verschwunden. Ihre Eltern hatten sie noch am Abend desselben Tages als vermisst gemeldet. Eine Woche später, am Donnerstag, den 4. Juni, entdeckten Ermittler die Leiche eines Kindes in einem Getreidesilo auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe des Dorfes Puycasquier, rund fünfzehn Kilometer von Fleurance entfernt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Agen stimmte die Kleidung des Opfers mit der Kleidung überein, die Lyhanna am Tag ihres Verschwindens getragen hatte. Eine Autopsie soll die Identität des Kindes gerichtsmedizinisch bestätigen und Hinweise auf die Todesursache sowie auf mögliche sexuelle Gewalt liefern; mit Ergebnissen wird im Laufe des Freitags oder Samstags gerechnet.